Druckbehälterböden

Sondergefertigte Druckbehälterböden und Tankböden

Openex fertigt kundenspezifische Druckbehälter- und Tankböden, von einteiligen Ausführungen bis hin zu segmentierten Konstruktionen mit Durchmessern von bis zu 24 m. Wir bearbeiten Anfragen für Komponenten nach ASME-Regelwerk ebenso wie für Projekte ohne entsprechendes Code-Zertifikat. Druckbehälterböden, auch als gewölbte Böden oder Endverschlüsse bezeichnet, kommen in Druckgeräten, Lagertanks, Kesseln und industriellen Prozessanlagen zum Einsatz.

Unser Fertigungsumfang kann schwere Umformarbeiten, Schweißen entsprechend der Konstruktion, robotergestütztes Beschneiden, Wärmebehandlung, spanende Bearbeitung, Strahlen und Prüfung umfassen. Jedes Projekt wird anhand des Bodenprofils, Durchmessers, der Wanddicke, des Werkstoffs, des anzuwendenden Regelwerks und der vereinbarten Abnahmekriterien bewertet.

Zu den angefragten Geometrien gehören halbelliptische, torisphärische und halbkugelförmige Böden sowie konische und kundenspezifische Profile. Senden Sie uns Ihre Zeichnung, damit wir den geeigneten Fertigungsweg und die erforderlichen Prüfungen beurteilen können.

Maximaler Durchmesser

Bis zu 24 m

Segmentierte Konstruktion

Wanddicke

8–210 mm

Abhängig vom Werkstoff

Wärmebehandlung

35 × 11 × 12,5 m

Ofen für Spannungsarmglühen

Regelwerke

ASME und ohne Code

Gemäß Projektumfang

Fertigung und Umformung eines industriellen Druckbehälterbodens
Fertigung von Druckbehälter- und Tankböden nach Zeichnung und projektspezifischen Anforderungen.

Arten von Druckbehälterböden

Die Wahl des Bodenprofils beeinflusst die Druckbelastbarkeit, die Wanddicke, den Materialbedarf und den Fertigungsaufwand. Die endgültige Ausführung muss zur Behälterkonstruktion und zu den geltenden technischen Anforderungen passen.

1. 2:1 halbelliptische Böden

Eine häufig verwendete Ausführung für Druckbehälter. Die geeignete Geometrie und Wanddicke hängen vom Auslegungsdruck, der Temperatur, dem Werkstoff und dem anzuwendenden Regelwerk ab.

2. Torisphärische Böden (Flansch- und Tellerböden)

Diese Böden kombinieren einen gewölbten Kronenbereich mit einem Übergangsradius. Je nach Ausführung können auch Geometrien mit doppeltem Übergangsradius erforderlich sein.

3. Halbkugelförmige Böden

Halbkugelförmige Böden besitzen ein kugelförmiges Profil. Bei sehr großen Durchmessern sowie besonders dünnen oder dicken Ausführungen kann eine segmentierte Fertigung sinnvoll oder erforderlich sein.

4. Konische und torikonische Böden

Konische Böden werden häufig für Behälterenden, Übergänge und spezielle Prozessgeometrien eingesetzt. Die konkrete Ausführung richtet sich nach der Zeichnung und den Betriebsanforderungen.

5. Teller-, Toroid- und Sonderprofile

Openex prüft kundenspezifische Profile anhand der Zeichnung und bewertet dabei Geometrie, Werkstoff, Werkzeugverfügbarkeit und Herstellungsverfahren.

Segmentierte Böden für große Durchmesser

Bei sehr großen Druckbehälter- und Tankböden kann die segmentierte Fertigung eine geeignete Lösung sein. Dabei werden mehrere geformte Abschnitte entsprechend der freigegebenen Konstruktion vorbereitet und zusammengefügt. Die Auswahl dieser Bauweise muss die Schweißnahtanordnung, die Maßkontrolle, die Prüfanforderungen und den späteren Transport berücksichtigen.

  • Segmentanordnung, Probemontage und Heftschweißen können entsprechend der freigegebenen Fertigungszeichnung erfolgen.
  • Segmente können für den Transport gekennzeichnet und bei Bedarf in zerlegtem Zustand versendet werden.
  • Je nach Werkstoff und Spezifikation können kalt- oder warmumgeformte Bleche im gewalzten, normalisierten oder anderweitig vorgeschriebenen Lieferzustand verarbeitet werden.
  • Robotergestütztes Beschneiden und kontrollierte Kantenbearbeitung unterstützen die Maßhaltigkeit und die Vorbereitung für nachfolgende Schweißarbeiten.
  • Bei sehr großen Durchmessern sowie bestimmten dünn- oder dickwandigen Halbkugel- und Mehrfachkrümmungsgeometrien kann die segmentierte Bauweise die praktikabelste Fertigungslösung sein.
Großer segmentierter Tankboden mit einem Durchmesser von bis zu 24 Metern
Die Machbarkeit großer segmentierter Böden wird anhand der Geometrie, des Werkstoffs, der Fertigungsfolge und der Transportanforderungen geprüft.

Technische Spezifikationen und Fertigungskapazität

Merkmal Angaben
Durchmesser Segmentierte Ausführung bis 24 m; einteilige Ausführung bis 10 m, vorbehaltlich technischer Machbarkeit.
Wanddicke 8–210 mm, abhängig von Werkstoff, Geometrie und Fertigungsverfahren.
Bodenprofile 2:1 halbelliptisch, Flansch- und Tellerboden, torikonisch, Kegel mit doppeltem Übergangsradius, toroidal, halbkugelförmig, konisch, reine Tellerform und weitere Sonderprofile.
Umformverfahren Kaltumformung, Warmumformung, Pressumformung, Tellerformen und Bördeln.
Kantenbearbeitung Robotergestütztes Beschneiden, Anfasen und Schrägkanten; spanende Bearbeitung, sofern erforderlich.
Lieferzustand Gewalzter Zustand, normalisiert, normalisiert und angelassen, geglüht oder vergütet (Q&T), je nach Spezifikation.
Wärmebehandlung Spannungsarmglühen und PWHT gemäß Werkstoffanforderungen, Schweißverfahren und Kundenspezifikation; Ofenabmessungen 35 × 11 × 12,5 m.
Strahlen und Grundierung Strahl- und Grundierkabine mit Abmessungen von 29 × 5,5 × 6 m; Grundierung von Schweißbaugruppen nach Projektvorgabe.
Prüfung und Regelwerke Gemäß Bestellung, anzuwendendem Konstruktionsregelwerk, freigegebenen Verfahren und vereinbartem Prüfplan.

Wichtiger Hinweis: Die angegebenen Abmessungen beschreiben veröffentlichte Kapazitätsbereiche und sind keine pauschale Zusage für jede Geometrie. Die tatsächliche Herstellbarkeit muss anhand der Zeichnung, des Werkstoffs, der Wanddicke, der Umformung, der Prüfung und der Transportbedingungen bestätigt werden.

Geeignete Werkstoffe

Die Werkstoffauswahl hängt von Druck, Temperatur, Korrosion, mechanischen Belastungen und den Vorgaben des Konstruktionsregelwerks ab. Die Verfügbarkeit und die erforderlichen Fertigungsverfahren werden im Rahmen der technischen Prüfung bestätigt.

Kohlenstoff- und Druckbehälterstähle

Zum Beispiel SA516 Gr. 70 und andere geeignete Druckbehälterstähle entsprechend der Projektanforderungen.

Chrom-Molybdän-Stähle

Für Anwendungen bei erhöhten Temperaturen, beispielsweise geeignete Güten nach SA387.

Edelstahl und Duplexstahl

Zum Beispiel 304, 316, 321 und Duplex-Edelstähle, abhängig von Korrosionsbedingungen und Auslegung.

Plattierte Werkstoffe und Sonderlegierungen

Edelstahlplattierte Bleche, hochfeste Stähle wie HY80/HY100 und Nickelbasislegierungen, vorbehaltlich Verfügbarkeit und freigegebener Fertigungsverfahren.

Typische Anwendungen

  • Druckbehälter und Prozessanlagen
  • Lagertanks, Propanbehälter und kryogene Behälter
  • Öl- und Gasindustrie
  • Chemische und petrochemische Anlagen
  • Energieerzeugung, Kessel und Energieanlagen
  • Wasseraufbereitung, Zellstoff- und Papierindustrie sowie Transportanwendungen

Beispiele für Projektabmessungen

Die folgenden Beispiele zeigen verschiedene Durchmesser, Wanddicken und Werkstoffanforderungen aus typischen Anfrageszenarien. Die konkrete Ausführung und die jeweiligen Prüfanforderungen sind projektspezifisch zu bestätigen.

Tankboden: Ø 5,0 m × 14 mm

Nickelbasislegierung: Ø 5,5 m × 8 mm

Tankboden: Ø 6,0 m × 16 mm

Tankboden: Ø 8,0 m × 32 mm

Duplex-Edelstahl: Ø 10 m × 18 mm

Fertigungsablauf

1. Prüfung der Zeichnung und des Werkstoffs

Prüfung von Bodenprofil, Durchmesser, Wanddicke, Werkstoffspezifikation, Konstruktionsregelwerk, Toleranzen und Prüfanforderungen vor Beginn der Fertigung.

2. Zuschnitt und Vorbereitung der Rohlinge

Vorbereitung der Blechzuschnitte. Wenn die Konstruktion dies erfordert, werden Segmentzuschnitte, Schweißvorbereitung und Rückverfolgbarkeit des Materials eingeplant.

3. Umformen und Bördeln

Pressen, Tellerformen oder andere geeignete Umformverfahren werden entsprechend dem Bodenprofil, der Blechdicke und den Materialeigenschaften ausgewählt.

4. Probemontage, Beschnitt und Kennzeichnung

Prüfung der Geometrie und des Zusammenbaus. Je nach Projekt werden Segmente angepasst, Kanten beschnitten und Bauteile für die Montage gekennzeichnet.

5. Wärmebehandlung

Falls vorgeschrieben, erfolgt die Wärmebehandlung oder Spannungsarmglühung gemäß Werkstoffanforderungen, Schweißverfahren, Regelwerk und Kundenspezifikation.

6. Kantenbearbeitung und spanende Bearbeitung

Kanten werden entsprechend den Schweißanforderungen vorbereitet. Funktionsflächen oder definierte Anschlussbereiche werden bei Bedarf spanend bearbeitet.

7. Prüfung, Oberflächenbehandlung und Dokumentation

Abschlussprüfungen, vereinbarte zerstörungsfreie Prüfungen, Oberflächenvorbereitung und Fertigungsdokumentation werden entsprechend dem freigegebenen Prüfplan durchgeführt.

Qualitätssicherung, Prüfung und Regelwerke

Der Prüf- und Dokumentationsumfang muss vor Produktionsbeginn vereinbart werden. Maßgeblich sind die Bestellung, das Konstruktionsregelwerk, die Werkstoffanforderungen, freigegebene Fertigungsverfahren und der vereinbarte Prüfplan. Nicht jede Prüfart ist für jedes Projekt erforderlich.

Verfügbare Prüfmethoden je nach Projektumfang

  • Ultraschall-Dickenmessung
  • Ultraschallprüfung auf innere Unregelmäßigkeiten
  • Magnetpulverprüfung (MT)
  • Farbeindringprüfung (PT)
  • Durchstrahlungsprüfung (RT), sofern vorgeschrieben
  • Charpy-V-Kerbschlagprüfung
  • Brinell-Härteprüfung
  • Positive Material Identification (PMI)

Relevante Normen und Zertifizierungen

ISO 9001
ISO 14001
ISO 18001
CE EN 1090-1
ISO 3834
ASME
API
AWS
ABS
DNV-GL

Die Auflistung stellt keine automatische Bestätigung dar, dass jede Norm, Zulassung oder Zertifizierung für jedes Projekt gilt. Anwendbarkeit, Gültigkeit und erforderlicher Zertifizierungsumfang müssen für den konkreten Auftrag bestätigt werden.

Welche Anforderungen sollten in der Anfrage definiert sein?

Eine präzise Anfrage hilft, den Fertigungsumfang und die Abnahmekriterien frühzeitig festzulegen. Definieren Sie möglichst:

  • Anwendbares Konstruktionsregelwerk einschließlich Ausgabe und Revision
  • Werkstoffspezifikation und Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit
  • Umform-, Schweiß- und Wärmebehandlungsverfahren
  • Prüfmethoden, Prüfumfang und Abnahmekriterien für zerstörungsfreie Prüfungen (NDT)
  • Maßtoleranzen, Endkontrollen und erforderliche Prüfprotokolle
  • Werkstoffzeugnisse und Fertigungsdokumentation

Warum Openex für Druckbehälterböden anfragen?

  • Fertigungsanfragen für große und schwere Druckbehälter- und Tankböden.
  • Prüfung kundenspezifischer Geometrien und segmentierter Konstruktionen.
  • Abstimmung von Umformung, Schweißen, Wärmebehandlung und spanender Bearbeitung gemäß Projektanforderungen.
  • Planung von Prüfungen, Maßkontrolle und Fertigungsdokumentation auf Basis eines vereinbarten Prüfplans.
  • Technische Bewertung von Zeichnungen vor der Angebotserstellung.

Verwandte Fertigungskompetenzen

Weitere Druckbehälterkomponenten

Häufig gestellte Fragen

Welche Arten von Druckbehälterböden kann Openex fertigen? +

Openex bearbeitet Anfragen für 2:1 halbelliptische, torisphärische, halbkugelförmige, konische, torikonische, toroidale, Teller- und kundenspezifische Bodenprofile. Die Machbarkeit hängt von Zeichnung, Durchmesser, Wanddicke, Werkstoff, Fertigungsverfahren und Prüfanforderungen ab.

Welchen maximalen Durchmesser können die Böden haben? +

Die veröffentlichte Kapazität umfasst segmentierte Böden bis 24 m Durchmesser sowie einteilige Ausführungen bis 10 m, vorbehaltlich technischer Machbarkeit. Die tatsächliche Grenze hängt von Geometrie, Werkstoff, Wanddicke, Handhabung, Prüfung und Transport ab. Bitte senden Sie uns Ihre Zeichnung zur technischen Bewertung.

Welche Wanddicken sind möglich? +

Der angegebene Bereich liegt bei 8–210 mm. Die praktische Umsetzbarkeit hängt unter anderem von Werkstoff, Durchmesser, Bodenprofil, Umformtemperatur und Werkzeugausstattung ab.

Was ist ein segmentierter Druckbehälterboden? +

Ein segmentierter Boden wird aus mehreren geformten Teilen hergestellt, die anschließend entsprechend der Konstruktion zusammengefügt werden. Diese Bauweise kann bei sehr großen Durchmessern oder speziellen Geometrien sinnvoll sein. Segmentierung, Schweißnähte, Prüfung und Transport müssen gemeinsam geplant werden.

Kann Openex Druckbehälterböden nach ASME-Anforderungen fertigen? +

Openex bearbeitet Anfragen für Bauteile nach ASME-Regelwerk und für Projekte ohne entsprechendes Code-Zertifikat. Der genaue Fertigungsumfang, die geltenden Zertifizierungen, freigegebenen Verfahren, Prüfungen und Dokumentationsanforderungen müssen für jedes Projekt bestätigt werden. Eine erforderliche ASME-Autorisierung oder ein Stempel ist vor Auftragserteilung ausdrücklich zu klären.

Welche Wärmebehandlungen und Prüfungen sind möglich? +

Je nach Projektanforderung können Spannungsarmglühen beziehungsweise PWHT sowie verschiedene Prüfverfahren vorgesehen werden. Dazu zählen beispielsweise Ultraschallprüfung, MT, PT, RT, Härteprüfung, Kerbschlagprüfung und PMI. Der konkrete Umfang richtet sich nach der Bestellung, dem Regelwerk und dem vereinbarten Prüfplan.

Welche Angaben benötigt Openex für ein Angebot? +

Bitte senden Sie möglichst eine bemaßte Zeichnung oder ein 3D-CAD-Modell, Bodenprofil, Durchmesser, Wanddicke, Werkstoff, Konstruktionsregelwerk, Stückzahl, Liefertermin sowie die Anforderungen an Wärmebehandlung, NDT, Toleranzen und Dokumentation.

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